| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Schabloniertechnik wird oftmals verpönt als "maschinelles reproduzieren" eines vorgegebenen Musters. Man kann damit aber feinste Ornamente oder ganze Wände gestalten. Die Technik des Schablonierens ist schon sehr lange bekannt, die erste Schablone war vermutlich die menschliche Hand bei der Höhlenmalerei vor ca. 20000 Jahren. Heute werden Schablonen überall verwendet. Man findet schablonierte Schriften auf Kisten, Autos, Blechtonnen, Kartons, Eisenbahnwaggons, Schiffen, Holz, T- Trägern, an Schränken Verteilerkästen und Türen, in Fabriken und öffentlichen Gebäuden. Auch das Markenzeichen auf Porzellan wird mit Schablonen aufgetragen. Der Maler verwendet Schablonen, um Wände, Decken, Fußböden und Möbel attraktiv zu gestalten.
Eine Schablone ist sehr einfach: ausgeschnitten ist jeweils das Motiv, das auf dem Untergrund dann positiv erscheint, gearbeitet wird pro Schablone mit einer Farbe. Für mehrfarbige Motive werden mehrere Schablonen benutzt, für jede Farbe eine Schablone. Diese einzelnen Schablonen nennt man Schläge. Man nummeriert die Schläge. Außerdem versieht man die einzelnen Schläge eines Motivs mit Paßmarken (kleine, an der selben Stelle im Motiv wiederkehrende Punkte oder in jedem Schlag wiederkehrende Motivteile), damit die einzelnen Schläge paßgenau übereinander liegen. Schablonen kann man fertig kaufen oder aus Karton oder Kunststofffolie selbst anfertigen. Transparente Folien kann man mit dem Schneidemesser direkt über der Vorlage schneiden, bei Karton überträgt man das Motiv mit Transparent- oder Kohlepapier. Die Schablone aus Karton muß mit einer Mischung aus Leinöl und Terpentin (Firnis) imprägniert werden damit sie sich durch das Bestupfen mit Farbe nicht auflöst oder wellt.

Nun wird die Schablone auf dem Untergrund in Position gebracht. Um das Verschieben der Schablone während des Arbertens zu verhindern, kann man sie mit einem Streifen Kreppband auf dem Untergrund befestigen. Die Farbe wird mit einem Schablonierpinsel auf die ausgeschnittenen Flächen aufgestupft, senkrecht von oben, damit sie nicht unter die Schnittkanten der Schablone gedrückt wird. Am besten probiert man vorher das ganze auf einem Blatt Papier aus, um ein Gefühl für das Werkzeug zu kriegen. Beim Stupfen drückt man die Schablone in unmittelbarer Umgebung des Pinsels mit der Hand an. Bevor man die Schablone abnimmt, läßt man die Farbe ein wenig antrocknen, damit sie beim abheben nicht verschmiert. Die Schablone wird dann mit beiden Händen vorsichtig senkrecht nach oben gehoben. Dieses einschlägige Schablonenmotiv ist somit fertig. Arbeitet man mit mehrschlägigen Schablonen, so muß man jede Farbe erst gut trocknen lassen, bevor man die nächste Farbe auftragen kann. Doch hier hören die Möglichkeiten der Schablone noch nicht auf. Man kann durch verdünnen der Farbe einen lasierenden Effekt bekommen oder mit mehreren Farben arbeiten und fließende Übergänge stupfen. Durch Stupfen mit einem Naturschwamm oder durch Wickeln mit einem Lappen, Leder oder zum Beispiel mit einem Stück Gardienenstoff kann man interessante Strukturen, auch auf dem Untergrund erzielen. Hier ist jedes Werkzeug erlaubt, mit dem man schöne Ergebnisse erreicht.
|
|
|
|
|
|

Navigationsleiste einblenden (Frameset neu definieren) und Startseite anzeigen
© 2000 Oliver Eckstein